Bernd Hofmann

 

Der deutsche Bassist und Bayerische Kammersänger Bernd Hofmann studierte bei Prof. Ralf Döring und Kammersänger Walter Berry an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien. Noch während des Studiums sammelte Bernd Hofmann Erfahrungen in der freien Wiener Opernszene und an kleineren deutschen Bühnen. Er gewann zahlreiche Wettbewerbe, u.a. 1996 den Mozartfest-Wettbewerb in Würzburg und 1997 den 6. Meistersängerwettbewerb in Nürnberg.

  

1997 wurde Bernd Hofmann Mitglied des Würzburger Opernensembles,  1998 wechselte Bernd Hofmann an das Staatstheater Nürnberg. Dort sang er viele der großen Partien seines Faches, u.a. Pogner in "Die Meistersinger von Nürnberg", Fafner in "Das Rheingold" und "Siegfried", Hunding in "Die Walküre", Daland in "Der fliegende Holländer", Falstaff in Otto Nicolais "Die lustigen Weiber von Windsor", Dulcamara in Donizettis "Liebestrank", Raimondo in "Lucia di Lammermoor", Philipp und Großinquisitor in Giuseppe Verdis "Don Carlo" und in den Mozartopern: Figaro in "Le Nozze di Figaro", Sarastro in "Die Zauberflöte", Leporello und Komtur in "Don Giovanni" sowie Don Alfonso in "Così fan tutte".

 

Bei den Salzburger Festpielen konnte man Bernd Hofmann ab 1999 wiederholt erleben, u.a. in Ferruccio Busonis "Doktor Faust" unter Kent Nagano, in Verdis "Don Carlo" unter Lorin Maazel, sowie in Richard Wagners "Parsifal" unter Claudio Abbado in der Regie von Peter Stein.

 

Im Konzertfach wirkte er u.a. in folgenden Oratorien mit: Brahms "Ein deutsches Requiem", Haydns "Schöpfung" und "Jahreszeiten", in Bachs "h-Moll-Messe" und "Johannespassion" (Christus), Mozarts "Requiem", Franz Schmidts "Das Buch mit sieben Siegeln" (Stimme des Herrn), Beethovens "9. Symphonie" und in Verdis "Messa da Requiem": 2004 in Nürnberg und Münster-Schwarzach unter Philippe Auguin, 2005 in Hamburg, 2012 in Nürnberg und Erlangen und im November 2013 wiederum in Erlangen mit den Münchner Bachsolisten.

 

Gastverträge führten Bernd Hofmann u. a. an das Hessische Staatstheater Wiesbaden, das Badische Staatstheater Karlsruhe, das Nationaltheater Mannheim, die Staatsoper Stuttgart, die Oper Leipzig, die Staatsoper Hannover, die Hamburgischer Staatsoper und an die Staatsoper unter den Linden, Berlin und die Grazer Oper, des weiteren zum Edinburgh Festival, Lucerne Festival, zur Ruhr-Triennale und zu den Bregenzer Festspielen.
Bei der Chinesischen Erstaufführung von Richard Wagners Ring beim Beijing Music Festival war er als Fafner zu hören, beim Hongkong Arts Festival trat er als Leporello auf.

 

Von 2008 bis 2014 gehörte Bernd Hofmann zum Ensemble des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. Hier sang er u.a. Partien wie Mamma Agatha in "Viva la Mamma", Marke in "Tristan und Isolde", Schigolch in "Lulu" , Rocco in "Fidelio", Graf Walther in "Luisa Miller" und Kecal in "Die verkaufte Braut",  Daland in "Der fliegende Holländer", Sarastro in "Die Zauberflöte", Pater Guardiano in "Forza del Destino" und als Dr. Reischmann in Henzes "Elegie für junge Liebende".

 

Seit 2015 arbeitet Bernd Hofmann als freischaffender Opernsänger. Gastspiele führten im u.a.nach Italien als Schigolch in Alban Bergs  "Lulu" und  zur Oper Burg Gars und ans Theater Bielefeld als Großinquisitor in Verdis Don Carlo". An der Opera de Lyon war er als Pfleger des Orest in "Elektra" von R. Strauss in der Regie von Ruth Berghaus und unter dem Dirigat von Harmut Haenchen im Rahmen des vielbeachteten "Festival Memoires" zu hören. Zuletzt war Bernd Hofmann wieder an der Oper Burg Gars als Sprecher in Mozarts "Die Zauberflöte" zu erleben, eine Partie, mit der er 2018 auch in unter dem Dirigat von Yutaka Sado in Japan gastieren wird.