Bettina Jensen

Bettina Jensen studierte Gesang bei Norma Sharp, Júlia Várady, Dietrich Fischer-Dieskau und Peter Schreier in Berlin.

Sie gewann den Hanns-Eisler-Preis und zweimal den Bundesgesangswettbewerb jeweils in der Kategorie Oper und Lied/Konzert.

 

Schon während des Studiums hatte die junge Sopranistin ihre ersten Opern-Engagements: In Klagenfurt sang sie die Servilia in La clemenza di Tito unter der Regie von Karoline Gruber mit Jonas Kaufmann als Titus. In Berlin die Gorgo in "Des Esels Schatten" von Richard Strauss an der Staatsoper Unter den Linden; die Erste Dame in der Zauberflöte und als erste Hauptrolle die Agathe im Freischütz an der Komischen Oper Berlin.

 

Ein Festengagement führte sie in die Schweiz an das Theater Luzern. Dort sang sie mit großem Erfolg wieder die Agathe und wurde von der OPERNWELT für ihre Leistung als Governess in The turn of the screw zur Nachwuchssängerin des Jahres nominiert.

 

Aus Luzern kehrte die gebürtige Hamburgerin zurück in ihre Wahlheimat Berlin um ein 5-Jähriges Engagement an der Komischen Oper anzunehmen. Mit namhaften Regisseuren und Dirigenten wie Harry Kupfer, Peter Konwitschny, Hans Neuenfels sowie Kiril Petrenko, Stefan Soltesz, Michael und Vladimir Jurowski u.a. erweiterte sie ihr Repertoire auf die bekannten großen lyrischen Partien.

 

Opern-Gastspiele gab sie in allen drei großen Berliner Häusern, an deutschen  Opernhäusern wie Wiesbaden, Essen, Leipzig, Bremen, Hannover, oder Kassel und international z.B. in Basel, Tel Aviv Opera, Hongkong, Sydney, sowie am Teatre del Liceu in Barcelona.

 

Auch im Bereich Liedgesang tritt Jensen weltweit auf. Bisher war sie damit neben Deutschland in Österreich, Italien, Irland, Israel, Japan, Indonesien, im Vatikan, der Schweiz, sowie in den USA in New York, Boston und Chicago. Zusammen mit Prof. Ronith Mues, der Soloharfenistin des Berliner Konzerthausorchesters tritt Bettina Jensen seit 2013 als DuoBerlin auf. Die kleine Besetzung füllt auch große Säle wie die Hamburger Laeiszhalle und die Glocke in Bremen.

 

Die Entwicklung vom lyrischen ins jugendlich-dramatische Fach vollzog die Jensen endgültig mit der Ariadne in Ariadne auf Naxos im Theater Bern. Höhepunkt 2017 war ihr Rollendebüt als Elettra in Mozarts Idomeneo mit dem City of Birmigham Symphony Orchestra unter der Leitung von Mirga Grazynité-Tyla, der ersten Opernproduktion in der Geschichte dieses Orchesters.

 

Bettina Jensens Opern-Repertoire umfasst nun auch Partien wie Wagners Elisabeth und Senta, Beethovens Leonore, oder Richard Strauss Chrysothemis (Elektra) und  die Marschallin im Rosenkavalier.