Erika Miklósa

 

Die ungarische Sopranistin Erika Miklósa begann ihre Karriere als Leistungssportlerin im Heptathlon, verschrieb sich aber nach einer Sportverletzung der Kunst. Nur drei Jahre später, mit neunzehn Jahren, wurde sie zur jüngsten Sängerin, die von der Ungarischen Staatsoper in der langen Geschichte dieses Hauses je unter Vertrag genommen wurde. Dort verbrachte sie acht Jahre.
Ihr Studium absolvierte Erika Miklósa am Franz-Liszt-Konservatorium in Szeged (Ungarn), an der Academy of Vocal Arts in Philadelphia, Penn. (USA), und am Teatro alla Scala in Mailand (Italien).

 

Ihr internationales Debut machte sie als Gast von Júlia Hamari bei einem Opernkonzert im Theâtre De La Monnaie in Brüssel. Ihr erster internationaler Vertrag führte sie als Königin der Nacht in Mozarts "Zauberflöte" an die Oper Mannheim; seither gab sie die Königin schon mehr als vierhundert Mal.Auch die Deutsche Grammophon zeichnete dieses Werk unter dem Dirigat von Claudio Abbado mit ihr auf. Die von ihr gesungene Arie "Der Hölle Rache" wurde von dieser Plattenfirma als eine der besten Mozart-Einspielungen geehrt. Sie sang die Rolle auch an der New Yorker Metropolitan Opera (Regie: Julie Taynor, Dirigat: James Levine), in einer Aufführung, die nicht nur aufgenommen und auf DVD herausgegeben wurde, sondern auch die erste HDTV-Liveübertragung aus der Met war.

 

Sie arbeitet mit den besten Dirigenten der Musikwelt wie Claudio Abbado, Riccardo Muti, James Levine, Sir Charles Mackerras, Marc Minkowski, Lamberto Gardelli, Thomas Hengelbrock, Asher Fisch, Julius Rubel, Zubin Mehta, Franz Welser-Möst, Ádám Fischer, Kent Nagano, oder Stefan Soltesz zusammen.

Unter Erika Miklósas Bühnenpartnern waren Plácido Domingo, José Carreras, Juan Pons, Leo Nucci, Ruggero Raimondi, Jonas Kaufman, Rolando Villazón, Ramon Vargas, René Pape, Josef Calleja und Thomas Hampson.

 

Das Bühnenrepertoire der Koloratursopranistin umfasst alle wichtigen Partien ihres Fachs von Bellini (Giulietta, I Capuleti e i Montecchi, Elvira, I puritani)Délibes (Lakmé), Donizetti (Norina,  Don Pasquale, Adina, L’elisir d’amore; Lucia, Lucia di Lammermoor), Mozart (Königin der Nacht, Die Zauberflöte; Konstanze, Die Entführung aus dem Serail; Madame Herz, Der Schauspieldirektor), Offenbach (Olympia, Les Contes D’Hoffmann), Rossini (Rosina,  Il barbiere di Siviglia,  Adèle, Il Conte Ory), R. Strauss (Fiakermilli, Arabella), Verdi (Gilda, Rigoletto; Violetta, La Traviata; Amalia, I Masnadieri), Bernstein ( Cunégonde,  Candide; Maria, West Side Story), Kalman (Odette, Die Bayadere) und J. Strauss ( Adele, Die Fledermaus).

 

Sie gastiert in allen großen Opernhäusern der Welt und bei zahlreichen Festivals: Metropolitan Opera New York, Royal Opera House Covent Garden, Teatro alla Scala Mailand, Deutsche Oper and Komische Oper Berlin, Bayerische Staatsoper München, Semperoper Dresden, Volksoper Wien, Opera Bastille Paris, Teatro Real Madrid, Florence Opera, Zürich, Stuttgart, Frankfurt, Leipzig, Wiesbaden, Ruhr Triennale, Baden-Baden Festival, Edinburgh Festival, Ludwigsburg, Festival La Coruña, Genova, Cagliari, Reggio Emilia, Ferrara, Modena, Bologna, Salzburg, San Francisco, Los Angeles u. a. m.