Nora Sourouzian

 

Die Mezzosopranistin Nora Sourouzian stammt aus Französisch-Kanada, studierte an der McGill Universität in Montreal bei Thérèse Sevadjian und war dann für ein Jahr Mitglied des Young Artists Programme des Internationaal Opera Centrum Nederland in Amsterdam. Anschließend wurde sie für zwei Jahre Ensemblemitglied am Staatstheater Kassel, wo sie u.a. als Idamante („Idomeneo“) und Romeo („I Capuleti e i Montecchi“) debütierte.


Nora Sourouzian gewann eine Reihe großer kanadischer Gesangswettbewerbe und war Finalistin des Belvedere-Wettbewerbs in Wien, was zu ihrem Engagement als Comtesse de Coigny und Madelon in „Andrea Chenier“ an der Opéra National du Rhin in Strasbourg führte.


Es folgten Einladungen an viele große Opernhäuser wie z.B. das Opernhaus Zürich, das Grand Théatre de Genève, die Opéra de Lausanne, das Opernhaus St. Gallen, die Opéra du Châtelet Paris, das Teatro Sao Paolo Lissabon, De Nederlandse Opera Amsterdam, Det Concertgebouw Amsterdam, Den Norske Opera Oslo, die Welsh National Opera in Cardiff, das Opernhaus in Riga, das Stadttheater Klagenfurt, das Landestheater Salzburg, die Oper Leipzig, die Oper Köln, die Oper Halle, das Teatro Communale di Bologna, das Teatro Massimo di Palermo, das Teatro San Carlo in Neapel, das Teatro Lirico di Cagliari, die Opernhäuser von Québec und Montréal oder das New National Theatre Tokyo. 
Sie sang bei Festivals wie den Göttinger Händel-Festspielen, dem Wexford Festival, oder den Opernfestspiele St. Margarethen.




Nora Sourouzians großes Repertoire reicht vom Barock bis zur Moderne und umfasst Partien wie die Titelpartie in Händels „Giulio Cesare“, Dorabella („Cosi fan tutte“), Cherubino („Le nozze di Figaro“), Isolier in Rossinis „Le comte Ory“, Pénélope (in Faurés gleichnamiger Oper), Marguerite („La damnation de Faust“, Berlioz), Charlotte in „Werther“, Dulcinée in „Don Quichotte“ et Albine in „Thaïs (Massenet), Bizets „Carmen“, La Mère und La Libéllule („L’enfant et les sortilèges“ von Ravel), Lucretia in Brittens „The Rape of Lucretia“, Phaedra (ebenfalls von Britten in einer szenischen Umsetzung am Teatro Communale di Bologna), Komponist in R. Strauss „Ariadne auf Naxos“, Adalgisa in Bellinis „Norma“, Santuzza in Mascagnis „Cavalleria rusticana“, Maria Callas („Jackie O“ von Michael Daugherty), Florinda („O rapaz de bronze“ von Nuno Côrte-Real) oder Nefertiti in „Akhnaten“ von Philip Glass.

 

Dirigenten wie Cyril Diedrich, Christoph Eschenbach, Sir John Eliot Gardiner, Jean-Claude Malgoire, Marc Minkowski, Ed Spanjaard, oder Franz Welser-Möst luden Nora Sourouzian wiederholt zu Konzerten mit Werken wie Mahlers 3. Sinfonie oder Liedern eines fahrenden Gesellen, Beethovens 9. Sinfonie, der Haydn-Kantate Arianna a Naxos, dem Mozart Requiem, dem Brahms Liebesliederwalzer, Berlioz „Nuits d’été“, Franck Martins Oratorium „Golgotha“ oder Wagners Wesendonck-Liedern ein.

 

In den vergangenen beiden Spielzeiten war Nora Sourouzian u.a. als Carmen an die Metropolitan Oper und die Minnesota Opera engagiert. Beim Wexford Festival feierte sie 2013 in den beiden Titelrollen der selten gespielten Massenet-Opern „Thérèse“ und „La Navarraise“ (als Anita, la Navarraise) einen Riesenerfolg. 2014 kehrte sie als Herodias (A.Mariotte, „Salome“) nach Wexford zurück und sang die Partie der Zulema in Théodore Dubois „Aben Hamet“ beim Atelier Lyrique de Tourcoing unter der Leitung von Jean-Claude Malgoire. An der Lettischen Nationaloper Riga sang sie Carmen und Charlotte („Werther“), St. Gallen lud sie als Laura in Ponchiellis „La gioconda“ und als Leonora di Gusmann in Donizettis „La favorita“ ein.

 

2015 gab sie beim Festival Oper Burg Gars unter Johannes Wildner ihr Debüt als Prinzessin Eboli in Verdis „Don Carlo“.

 

2016 begann für Nora Sourouzian mit Carmen an der West Palm Beach Opera in Miami. Zukünftige Engagements umfassen u.a. die Rolle der Anita, la Navarraise in Massenets Oper „La Navarraise“ beim Bard Music Festival und Azucena in Verdis „Il trovatore“ an der Oper Graz.

 

Die Diskographie von Nora Sourouzian umfasst u.a. eine CD-Aufnahme der Produktion von Théodore Dubois „Aben Hamet“, unter der Leitung von Jean-Claude Malgoire, eine DVD der Oper „O rapaz de bronze“ von Nuno Côrte-Real, und eine CD und eine DVD der 34. Operngala der Oper von Montreál aus dem Jahre 2009.