Sophie Gordeladze, Sopran

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In Tiflis geboren, studierte die Georgierin Sophie Gordeladze am V. Sarajishvili Staats­konservatorium ihrer Heimatstadt Klavier und Gesang. Bereits mit 18 Jahren hatte sie mehrere nationale Wettbewerbe gewonnen, und konnte bald auch rund 10 internationale Wettbewerbe für sich entscheiden, u.a. den Bellini-Gesangswettbewerb, Buil-Buil, Araggall, Magda Olivero, F.Labo, Giacomotti und Tagliavini.

Nach Meisterkursen bei Mirella Freni und Elisabeth Schwarzkopf setzte Sophie Gordeladze ihr Studium 2007-2009 bei Mirella Freni in CUBEC (Vignola, Italien) fort. Weitere künstlerische Impulse erhielt sie in Meisterkursen bei Grace Bumbry, Francisco Araiza, Lella Cuberli, Maria Luisa Cioni und Mariella Devia.

 

Ihr Operndebüt gab die junge Sopranistin in Tiflis als Norina (Donizetti: „Don Pasquale“), worauf sie u.a. für die Sopranpartie in Carl Orffs „Carmina Burana“, als Polissena in Haendels „Radamisto“, als Ismene/„Mitridate, re di Ponto“, Gilda/„Rigoletto“ wieder eingeladen wurde. Ihr Europa-Debüt machte sie 2010 als Violetta Valéry in Verdis „La traviata“ beim Opernfestival in Gars am Kamp (Österreich), eine Rolle, die sie im selben Jahr auch in Seoul sang.

 

Weitere Engagements führten sie bald ans Teatro Carlo Felice di Genova mit Partien wie Papagena in Mozarts „Zauberflöte“, Lauretta in Puccinis „Gianni Schicchi“ und Serafina in Donizettis „Il campanello“ und ans Grand Théâtre de Genève als Musetta in Puccinis „La bohème“, wo sie daraufhin Mitglied der „Troupe des jeunes solistes en residence“ wurde.

 

In den darauffolgenden Jahren feierte sie ihr Debüt am Chicago Opera Theatre als Liusia in Shostakovichs „Moscow, Cheriomushki“ und kehrte als Gilda in Verdis „Rigoletto“ zum Opernfestival in Gars am Kamp sowie als Violetta Valéry in Verdis „La traviata“ an die Busan Opera in Südkorea zurück. 2013 lud Alberto Zedda Sophie Gordeladze erstmals zu „Il viaggio a Reims“ beim Rossini Festival in Pesaro (Italien) ein. Seit 2013 ist sie auch regelmäßiger Gast bei den Tiroler Festspielen in Erl, wo sie bei der Eröffnung des neuen Winter-Festspielhauses ihr Debüt als Susanna in Mozarts „Le nozze di Figaro“ gab. Weitere Engagements als Zerlina („Don Giovanni“), Despina („Così fan tutte“), Violetta („La traviata“), Gilda („Rigoletto“),  Abigaille („Nabucco“) und als Pamina in „Die Zauberflöte“ wurden von Publikum und Presse ebenso begeistert aufgenommen.

 

Sophie Gordeladze machte sich auch als Konzertsängerin einen Namen, u.a. mit Händels „Alexanderfest“ in Vilnius, Beethovens 9. Sinfonie im Großen Festspielhaus in Salzburg, „Carmina Burana“ in Kiel oder der Johnannes-Passion in Lübeck.

 

Zu den Dirigenten und Regisseuren, mit denen Sophie Gordeladze gearbeitet hat, zählen Daniele Abbado, Volker Boehm, Diego Croveti, VJ.-M.Curti, Mike Donahue, Valerio Galli, Sascha Goetzel, Ivo Guerra, Gustav Kuhn, Florian Krumpöck, V. Machavariani, Gianluca Marciano, Rolando Panerai, Alexander Platt, Whithney Reader, Mario Venzago, Johannes Wildner und andere.

Zu den Höhepunkten der jüngeren Vergangenheit gehörten eine Neuproduktion von „La traviata“ in León/Mexico, Gilda („Rigoletto“) am Grand Théatre de Genève, ihr Rollendebüt als Rosalinde („Die Fledermaus“) in einer konzertanten Fassung mit dem Orchestre de Lyon, Zerlina am Teatro Carlo Felice in Genua (Italien). In der Spielzeit 2016/17 gastierte sie u.a. beim Wexford Festival und gab ihre Rollendebüts als Contessa („Le nozze di Figaro“), als 1. Dame („Die Zauberflöte“) und als Marguerite („Faust“) am Konzert Theater Bern.

 

2017/18 singt sie u.a. die Sopranpartie in „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms in Parma,  kehrt mit der Partie der Gabriele in Othmar Schöcks „Schloss Dürande“ unter Mario Venzago nach Bern zurück und singt Elettra in Mozarts „Idomeneo“ und Rosssini Stabat Mater  am Teatro Sao Carlo in Lissabon