Thomas Lichtenecker

 

Der aus Wien stammende Countertenor studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien bei KS Edith Lienbacher, Gabriele Lechner und KS Robert Holl und schloss sein Studium 2012 mit Auszeichnung ab. 2007 wurde der Sänger beim „Internationalen Gesangswettbewerb Ferruccio Tagliavini” mit dem Publikumspreis und dem Preis als bester Österreichischer Sänger ausgezeichnet.

 

Seine Engagements führten den jungen Sänger bereits an das Teatro San Carlo in Lissabon, das Züricher Opernhaus, das Nationaltheater Mannheim, sowie an das Theater Chemnitz. Weiters sang Thomas Lichtenecker wiederholte Male an der Kammeroper München sowie bei diversen Festivals, wie am Winter International Arts Festival in Sochi, am Jopera-Festival in Jennersdorf, am Kirchenmusikfestival in Retz sowie am Festival für alte Musik in Regensburg.

 

Sein auf der Bühne gesungenes Repertoire ist vielseitig und groß und reicht vom Barock bis zur Moderne. Zu seinen wichtigsten Rollen zählen unter anderem Satirino in Cavallis „La Calisto“, Bradamante in Händels „Alcina“, Amor und Valetto in Monteverdis„L’incoronazione die Poppea“, Tenente in Joseph Schusters„Il marito indolente“, Ernesto in Haydns„Die Welt auf dem Mond“, Prinz Orlofsky in „Die Fledermaus“, Pippetto in Donizettis„ Le convenienze ed inconvenienze teatrali“, Mutter Ute in Oscar Straus’ „Die lustigen Nibelungen“, Tisbe in Rossinis „La Cenerentola“, Miles in Brittens „The Turn of the Screw“ , Clearte in Hölszkys „Hybris“ oder Un Giovane und Voce lontana in Salvatore Sciarrinos „Superflumina“.

 

Auch sein Konzert- und Oratorium-Repertoire ist umfassend. Der Countertenor sang bereits den Schwan in Orffs „Carmina Burana“, die Altpartie in Pergolesis „Stabat Mater“ oder das Boy-Solo in Bernsteins „Chichester Psalms“ und seine Auftritte führten ihn unter anderem an den Wiener Musikverein sowie an Konzerthäuser von Salzburg bis Kopenhagen.

 

Thomas Lichtenecker arbeitete mit Dirigenten wie Paolo Carignani, Jos van Veldhoven, Julia Jones, Jörg Straube, Tito Ceccherini, Andreas Schüller und Johannes Wildner und wirkte unter anderem in Inszenierungen von Martin Kusej, Harry Kupfer, Andrea Schwalbach, Matthias Davids und Dominik Wilgenbus mit.

 

In den letzen Jahren hatte er u.a. große Erfolge als Cherubino in "Le Nozze di Figaro" und Prinz Orlofski in „Die Fledermaus“ beim j:opera Festival in Jennersdorf, als Miles in "The Turn of the Screw“ und als Petit Arabe/3ème Monsieur/Jeune Matelot an der Deutschen Staatsoper Berlin, als Orlofski beim International Yuri Bashmet Music Festival in Yaroslavl (Russland), in Haydns Mondo della Luna“ mit der Kammeroper München und bei Konzerten mit dem Barockensemble der Wiener Symphoniker mit  Arien von G.F. Händel. Dabei wurde auch die CD „Musica Inflamata“ aufgenommen.  

Zuletzt stand Thomas Lichtenecker in der Uraufführung von Christian Kolonovits BaRock Musical „Vivaldi – die fünfte Jahreszeit“ an der Volksoper Wien, in der Thomas Lichtenecker als Kastrat Caffarelli auf der Bühne, eine Produktion, die im Frühjahr 2018 auch wieder aufgenommen wird.

 

Zukünftige Projekte umfassen die Uraufführung der neuen Oper von Salvatore Sciarrino „Ti vedo, ti sento, mi perdo“ am Teatro alla Scala di Milano und der Staatsoper Berlin, die Wiederaufnahme von „Turn oft he Screw“ an der Staatsoper Berlin und Konzerte mit dem Concilium Musicum Wien.

 

 

www.thomaslichtenecker.com